Schafe. Angoras. Alpakas. Enten. Hühner. Hund

Willkommen...

... auf unserer kleinen Farm!

 

Hier leben Schafe mit Wolle und Haaren, weiße Angorakaninchen deren Augen so rot sind wie die Liste, auf der sie leider stehen, Hühner mit und ohne Federn an den Füßen, Alpakas mit brauner und schwarzer Faser und ein Raubeinhund ...

 

Wir halten unsere Tiere, weil wir Spaß an ihnen haben, nach Möglichkeit nach Bio-Standart und so artgerecht wie es unser Wissen und Platz erlaubt. Sie danken es uns mit guter Gesundheit, langem Leben und vertrauensvollem Umgang.

 

Wir schlachten und essen auch immer wieder einige unserer Tiere, aber im Gegensatz zu vielen konventionell gehaltenen Tieren haben unsere Lämmer, Hähne und Kaninchen bis zum letzten Atemzug gut gelebt.

 

 

Schafe

 

Kamerunschafe: kleine afrikanische Haarschafe, etwa kniehoch, eigentlich kunterbunt aber in Deutschland nur als braunmarkenfarbig im Herdbuch geführt, einstmals als Löwenfutter importiert erfreuen sich die kleinen Tiere großer Beliebtheit weil man sie nicht scheren muß und ihre Ansprüche gering sind. Entgegen anderslautenden Gerüchten durchaus zahm und wie die meisten Landschafe gesund und robust.

 

Leider werden diese guten Eigenschaften manchmal missbraucht und Halter meinen "genügsam" bedeutet "nicht drum kümmern müssen" und "gesund" heißt, dass Inzucht kein Problem ist - das ist natürlich Quatsch. Dass man kein Kraftfutter füttern muß und sollte heißt auch nicht, dass die Tiere auf ungepflegten, überweideten Restflächen gesund bleiben werden, allerdings benötigen sie dank ihrer geringeren Größe etwas weniger Fläche als ihre großen Kollegen.

 

Ouessantschafe: kleinste Schafrasse überhaupt, immer einfarbig, entweder weiß, schwarz, braun oder (seit neustem zugelassen) schimmel mit sehr rauer Wolle. Herkunftsland: Frankreich, die kleine westliche Atlantikinsel Ouessant, also raues Klima und wenig gehaltvolles Futter. Sehr genügsam und ursprünglich aber deutlich menschenbezogener als die Kameruner.

 

Mixe: immer wieder fragt man uns, warum wir Mixe haben: nunja, einfach, weil sie uns gefallen! Zum Beispiel hatten wir jahrelang einen wunderbaren Coburger Fuchs - Kamerun- Mischlingsbock "Herzog Alba", der mit unseren Kamerunern sehr schöne bunte Lämmer gezeugt hat. Die weibliche Nachzucht sollte nicht vom Vater gedeckt werden, also haben wir diese 75% Kamerun, 25% Coburgermädels vom Ouessantbock decken lassen - mit wirklich gelungenem Ergebnis wie wir finden.

 

Unsere Ouessantdamen lassen wir allerdings nur von einem Ouessantbock decken - alle anderen wären zu groß ...

 

Wir haben immermal schöne Schafe abzugeben - Bocklämmer, wenn sie etwa 3 Monate alt sind, Aulämmer dürfen normalerweise länger bei Muttern bleiben; oder auch mal Muttern mit ihrem Nachwuchs oder einen Zuchtbock wegen Blutauffrischung - fragt einfach mal nach, diese Seite ist vielleicht nicht immer aktuell.

Angoras

 

Angorakaninchen haben wir erst seit Anfang 2010 - auf der Suche nach einem Bio-Rasenmäher sind wir auf Kaninchen in mobilen Gehegen gestossen - die Feststellung, dass es fast unmöglich ist Bio-Kaninchenfleisch zu kaufen ließ uns Richtung mittelschwere Rassen schauen - und der Blick auf die Seiten der Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen ließ uns nur noch die Wahl zwischen Meißner Widdern und Angoras - nun finde ich Kaninchen mit Hängeohren nicht so toll (wozu sollen die gut sein?) also Angoras ... dank Internet und netten Menschen, die sich die Zeit nahmen für viele Fragen waren wir ganz gut gerüstet für den Einzug unseres ersten Zuchtpaares...

 

Und was soll ich sagen: wir sind besgeistert - es sind einfach so gemütsstarke Tiere, nicht diese hibbeligen Flitzer sondern mehr so Genießertypen mit Persönlichkeit! Die lange Selektion auf Tiere, die das Scheren über sich ergehen lassen ohne dass man eine Nahkampfausbildung braucht hat Früchte getragen und tatsächlich erscheint es, dass die Tiere das Scheren sogar genießen.

 

Die Angoras werden bei uns in mobilen Gehegen gehalten, mit Biofutter der Kaisermühle, Heu und Gras und wenig zusätzlichem Obst und Gemüse gefüttert, alle 3 Monate geschoren und unsere Häsin(nen) sollen 2 mal im jahr Junge bekommen und sich den Rest des Jahres erholen.

 

Die Angorarohwolle gebe ich gerne in kreative Hände ab - sie ist wunderbar weich und sehr sauber und etwa 6 cm lang. Schreibt mich an, wenn ihr Interesse habt.

 

Alpakas

 

Unsere beiden Alpakajungs sind aus reiner Liebhaberei bei uns - sie sind zu nix zu gebrauchen, aber sie machen einfach gute Laune, weil sie so liebenswert sind - die großen Kulleraugen, die vielen leisen Summlaute und Quitschtöne, das weiche Kuschelfell und diese einzigartige Bewegung begeistern viele - zurecht! Eine halbe Stunde Alpakagucken ersetzt wirklich eine Woche Urlaub ...

 

Die "Faser" wie die Wolle richtigerweise genannt wird ist wunderbar flauschig und - anders als Schafwolle - fettfrei. Wenn ihr Interesse an Rohfaser oder kardierter Rohfaser habt, schreibt mich an.

 

Hühner

 

Unsere Hühner sind ein Sammelsurium aus fehlfarbenen großen Lachshühnern, preisverdächtigen kleinen Lachshühnern, einer Brakel-Silber-Henne, einer schwarzen und einer sperberfarbigen Hybridhenne, einer goldenen Orpingtonhenne und einem leicht behinderten goldenen Orpingtonhahn, die sich eine große Wiese zeitweise mit den Schafen teilen.

 

Die Hennen erreichen bei uns ein biblisches Alter (bis das der Fuchs sie hole), die männliche Nachzucht darf bleiben bis die Krähwettbewerbe den Nachbarn nicht mehr als romantisches Landleben zu verkaufen sind ...

 

Eine selbstgebastelte Hühnerklappe (ein alter Rollladenmotor tut hier seinen Dienst) läßt uns unserem arteigenen Verhalten des Ausschlafens nachkommen und erlaubt Hühnerhaltung trotz abendlicher Abwesenheit - sehr praktisch!

 

Gefüttert werden unsere Damen und der Pascha mit mühsam zusammengeklaubtem Bio-Ausputzgetreide - manchmal fühlt man sich wie frisch vom Mars, wenn man versucht sojafreies und am besten Bio-Futter zu erträglichen Preisen zu organisieren - diesen Wunsch hatte vor uns wohl noch niemand in den hiesigen Landhandelsfilialen ...

 

Hund

 

Ein Hund, der ein solcher Glücksfall ist, dass wir es manchmal kaum glauben möchten. Eine Hündin sollte es sein, aus dem Tierschutz gerne und ohne Jagdtrieb ... und zu uns kam: LUCY - ein fantastischer Hund, hervorragend sozialisiert, menschenbezogen, wissbegierig, sauschlau - und natürlich bildschön ;-)

 

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